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Schienbeinkantensyndrom

Das Schienbeinkantensyndrom auch bekannt unter Shin Splints, kann schnell zu einer schmerzhaften und auch ernsten Sachen werden.

Es tritt häufig bei
– Überlastung
– falschen Schuhen
– falscher Lauftechnik

auf.

Typisch für das Schienbeinkantensyndrom sind krampfartige Schmerzen zu Beginn eines Laufes, welche unter dem Lauf allerdings weniger intensiv werden bzw. auch ganz verschwinden.
Allerdings treten diese danach umso stärker auf, daher sollte man bei den ersten Anzeichen eine sofortige Laufpause einlegen.
Die Schmerzen treten in der Regel nahe am Schienbein / auf dem Schienbein auf, so dass dieses sehr druckempfindlich reagiert. Auch Autofahren oder selbst einfaches gehen kann schmerzhaft sein.

Sollten die Schmerzen über einen längeren Zeitraum auftreten, sollte man dies durch einen erfahrenen Sportarzt prüfen lassen, da dies im schlimmsten Fall zu Knochenhautablösung bzw. auch zu einem Ermüdungsbruch führen kann.

Durch meine persönliche (leidige) Erfahrung mit dem Schienbeinkantensyndrom kann ich folgende Heilungsansätze empfehlen, um schnellst möglich wieder ins Training einsteigen zu können.

– max. 1 Woche Ibuprofen (3x täglich 400mg)
– tägliches Training der Beine mit der Faszienrolle
– tägliche Behandlung der schmerzenden Stelle mit einem Lacrosse Ball (6cm)
Hier empfehle so stark wie möglich über die schmerzhafte Stelle zu rollen und den Schmerzpunkt nach Möglichkeit einige Sekunden halten. Bitte achtet hier auf euer persönliches Schmerzempfinden und übertreibt es nicht.
– Kühlen der betroffenen Stelle & Beine hochlegen (Faustregel: Beine höher als der Herz)
– Physiotherapeutische Behandlung
– Tape-Verband (Kinesio-Tape)

Ich möchte an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass diese Tipps auf keinen Fall einen Arztbesuch ersetzen sollten. Besonders beim Umgang mit Medikamenten ist auf einen entsprechend ärztlichen Rat zurückzugreifen.

Laufschuhe

Ganz oben auf der Einkaufsliste von Laufanfängern sollte ein gutes Paar Laufschuhe stehen. Auch wenn der Schuhkauf im Internet sehr verlockend erscheint, lasst euch  – zumindest anfangs – im Sportfachgeschäft beraten.

Macht (falls diese Möglichkeit besteht) dort eine Laufanalyse. Dabei lauft ihr entweder eine kurze Laufbahn entlang (oder man stellt euch auf ein Laufband) und eure Füße werden mit einer Videokamera aufgezeichnet.

Anschließend kann das geschulte Fachpersonal euren Laufstil analysieren. Es zeigt sich schnell, ob ihr z.B.: mit dem Fuß nach innen einknickt (Überpronation) oder über die Außenkanten lauft (Supinantion). Oder ob ihr eher auf dem Ballen / Vorfuß aufkommt, oder auf dem Mittelfuß, oder – wie ca. 90% der Läufer – eher auf der Ferse.

Dementsprechend, wie ihr lauft, wie schwer ihr seid und was bzw. wo ihr größtenteils laufen wollt (Untergrund / Distanz) benötigt ihr auch die richtigen dazu passenden Schuhe.

Gute Laufschuhe finded ihr in der Regel niemals in Discountern! Lasst hier lieber die Finger davon. Schnell hat man sich mit einem falschen unpassenden Paar Schuhe eine Verletzung zugezogen.

Was soll ich nur anziehen?

Die richtige Kleidung für das Lauftraining ist essentiell, wenn man den Spaßfaktor während den Laufeinheiten maximieren und Krankheiten vermeiden möchte.

Funktionskleidung lautet hier das Stichwort.

Solltet ihr erstmal nicht so viel Geld für euer neues Hobby ausgeben wollen oder können, empfiehlt es sich dennoch unbedingt zunächst wenigstens ein Paar vernünftige Laufschuhe, welche auch zum eigenen Läufertyp passen, zu kaufen.

–> also, ab ins Sportgeschäft zur Laufanalyse und Beratung

Ansonsten tut es zur Not auch erstmal ein altes T-Shirt ( + Jacke + Unterhemd je nach Wetter) und eine Jogging / Trainingshose.

 

 

Training nach Puls

Wer effizienter und zielorientierter trainieren und seine Leistungen formen und sich verbessern will, sollte auch seinen Puls im Auge haben und lernen, diesen in festgesetzten Bereichen möglichst zu halten.

Was willst du mit deinem aktuellen Training erreichen? Mehr Kondition, mehr Ausdauer oder doch lieber mehr Regeneration?

Dieses kurze Video hier gibt einen sehr guten Einblick wie das funktioniert. Lesenswert ist auch die Zusammenfassung unter dem Video:

Lauftraining „Fit for my life“ – Teil 3 – April, April

Hallo zusammen,

nachdem mir auch Tage nach meinem letzten Lauf im März über rekordverdächtige 9,3km  ein latent spübarer Muskelkater in den Beinen hing, setzte ich wieder ein paar Tage mit dem Laufen aus und fuhr stattdessen etwas Rad. Da hierbei die Waden nicht so extrem beansprucht werden, wie beim Laufen, funktionierte das ganz gut. Die Regenerationszeit meiner Waden hat sich zumindest nicht nennenswert verlängert und sicherlich ist es nicht verkehrt auch hin und wieder andere Muskelgruppen der Beine zu trainieren, als jene die man zum Laufen ständig braucht.

Am 05. April 2017 fing ich wieder locker und langsam an(5,11km, 41:27min, Pace: 8:07min/km). Das Training bestand aus 10 Minuten Warmlaufen, dann 4 x Intervalle a 3 Minuten TrippTrapplauf (Vorfußlauftechnik) mit je 2 Minuten gehen dazwischen und 10 Minuten Cooldown .

Einen Tag später, am 06. April folgte dann wieder ein normaler Lauf (5,59km, 37:15min, Pace: 6:39min/km). Keine besonderen Vorkommnisse.

Am 09. April folgte ein etwas langsamerer längerer Lauf (7,96km, 55:52min, Pace: 7:01min/km). Hierbei stellte ich fest, dass es Disziplin erfordert langsam zu Laufen, wenn die Muskeln und das Herzkreislaufsystem eigentlich schon schneller könnten.

Am 10. April fuhr ich wieder ca. 1 Stunde mit dem Rad. Da ich gelesen hatte, dass leichtes Crosstraining zur schnelleren Regeneration beitragen kann, nahm ich mir vor an meinen lauffreien Tagen immer mal wieder ein wenig zu radeln.

Am 11. April fühlte ich mich gut ausgeruht und wollte mal etwas Neues probieren. Ich startete hochmotiviert ein Sprintintervalltraining (6,73km, 42:36min, Pace: 6:19min/km). Der Ablauf sah folgendermaßen aus: 10 Min. Warmlaufen, dann 10 x 30 Sekunden Sprinten und das Tempo halten, dazwischen jeweils eine Minute gehen, dann wieder 10 Min. Cooldown (also locker nach Hause joggen). Alter Falter, man glaubt gar nicht wie lang einem 10 Intervalle vorkommen können (bei Intervall 8 dacht ich schon, das müsste doch allmählich der letzte sein). Aber ich hielt durch. Am nächsten Tag wusste ich, wie sich ein Muskelkater in der hinteren Oberschenkelmuskulatur anfühlt.

Am 13. April wollte ich eigentlich wieder einen etwas schnelleren Lauf machen, allerdings hatten meine Oberschenkel da gar keine Lust drauf, also wurde langsam gelaufen (8,11km, 57:45min, Pace: 7:07min/km, Grundlagenausdauer). Das war eine gute Entscheidung, hat gepasst.

Am 15. April hatten sich meine Oberschenkel soweit erholt, dass ich mich traute wieder etwas schneller zu laufen (7,88km, 48:24min, Pace: 6:08min/km, aerobes Training). Hierbei achtete ich darauf, möglichst lange an der Aerob-anaerobe Schwelle zu trainieren, aber diese auch nicht zu weit zu lange zu überschreiten. Lief ganz gut, hatte nur leichten Muskelkater in den vorderen Oberschenkeln und mal wieder in den Waden.

Mein bisheriger Zwischenstand nach der ersten Aprilhälfte beträgt somit 41 Kilometer.