vier Triathleten von InterNetX

Der 29. Regensburger Triathlon – ganz spontan

Surprise, surprise – womit wohl niemand gerechnet haben dürfte, ist meine Teilnahme am 29. Regensburger Triathlon am vergangenen Sonntag den 05.08. 2018.

Wie es dazu kam:

Nach unserem ersten Lauftraining mit dem Profitriathleten Sebastian Neef saßen wir noch ein wenig in illustrer Runde beisammen und unterhielten uns prächtig. Irgendwann kam die Frage auf, wie denn die körperlichen / sportlichen Voraussetzungen sind um bei einem solchen Event erfolgreich und mit Spass dabei zu finishen. Und ob das machbar ist ohne sich großartig darauf vorzubereiten (wohl gemerkt nur den Sprint, also 500 Meter Schwimmen / 20 km Radfahren / 5 km Laufen). Uns blieben zu dem Zeitpunkt nur mehr 14 Tage Zeit.

Nach wenigen Minuten des Abwägens fanden sich ein paar Verrückte  ähh… Freiwillige – ich natürlich ganz vorne mit dabei. 🙂

Das Laufen klappte ja wieder, da machte ich mir keine Sorgen, aber Schwimmen hab ich noch nie gemocht und kann ich auch nicht besonders gut. Von der Kraultechnik hab ich gar keine Ahnung. Und ob ich überhaupt 500 Meter am Stück schaffe war zu diesem Zeitpunkt auch ungewiss.

Und was das Radfahren angeht… nunja das kann ich, habe aber kein Rennrad zur Hand, also musste mein betagtes 26“-Mountainbike herhalten. Aufgrund der starken Steigung (15%) zu Beginn der Runde und der 234 Höhenmetern wird die Radrunde im Übrigen als schwierig eingestuft. Egal, nun hatte ich zugesagt, nun musste ich da durch.

Die Vorbereitung:

Zwei Wochen sind kurz. Um mich nicht zu überlasten wurden zwei Laufeinheiten gestrichen und durch Rad- und Schwimmeinheiten im Koppeltraining ersetzt.

Desweiteren wurden die Wettkampfregeln gelesen und ein paar YouTube-Videos zum Thema Triathlon geschaut.

Schlussendlich gings noch zum Shoppen. Einen Einteiler und eine Schwimmbrille bildete ich mir ein, um zumindest ansatzweise eine Chance zu haben nicht Letzter zu werden.

Der Wettkampftag:

Um kurz vor 6 Uhr stand ich auf, frühstückte in Ruhe und begab mich zum Ort des Geschehens: dem Regensburger Dultplatz. Meine Startunterlagen hatte ich bereits am Vortag geholt. Es war nun 7 Uhr und ich hatte noch jede Menge Zeit. Die Wechselzone war noch leer(der Wechselzonen-Check-In war von 7:20 Uhr bis ca. 9 Uhr möglich). Um 7:40 Uhr checkte ich ein.

Meine Sorge, ob mein Mountainbike überhaupt durch die Sichtprüfung kommen würde, war unbegründet.

mein Rad ist eingecheckt
mein Rad ist eingecheckt

Die verbleibende Zeit bis zum Briefing (um 9:10 Uhr) verbrachte ich im Schatten des InterNetX-Pavillons in netter Gesellschaft und direkt an der Wechselzone.

Triathlon Regensburg
im InterNetX-Pavilion

Die Aufregung wuchs. Das Briefing war vorbei, nur mehr wenige Minuten verblieben. Um 9:30 Uhr starteten die Teilnehmer der Mitteldistanz, direkt im Anschluss um 9:35 Uhr dann die Herren(Sprint) und 9:45 Uhr waren dann die Damen(Sprint) dran.

Der Wasserstart (9:30 Uhr)

Nun gabs kein Zurück mehr, wir wurden förmlich ins Wasser gescheucht um rechtzeitig starten zu können.

Als maximal mittelprächtiger Brustschwimmer positionierte ich mich im hinteren Teil des Starterfeldes. Nach wenigen Minuten fiel der Startschuss und ich stürzte mich ins Getümmel. Der Weg zur gelben Boje schien weit… sehr weit… und ich musste den Weg auch dummerweise wieder zurück, aber in der Ruhe liegt die Kraft, außerdem sind es nur 500 Meter. Aber als Letzter wollte ich auch nicht aus dem Wasser kommen, also strengte ich mich schon etwas mehr an als im Training.

Am Schwimmausstieg nach 15 Min. endlich angekommen, fühlten sich meine Beine etwas gummiartig an. Daher war ich über die Helfer des Gastgebers TRISTAR-Regensburg sehr froh, die die Triathleten und auch mich auf der Treppe aus dem Wasser heraus kommend etwas stützten.

am Schwimmausstieg
am Schwimmausstieg

Die Wechselzone

Nun schnell aufs Rad wechseln und blos nichts vergessen. Ich war noch immer ziemlich außer Atem vom Schwimmen, aber es klappte alles gut.

Wechsel aufs Rad
Wechsel aufs Rad
Wechsel aufs Rad
Wechsel aufs Rad

Die Radrunde (20 km)

Nun hieß es die nächsten 500 Meter sich mental auf die steilen Anstiege (234 HM) vorzubereiten und hoffen das die (leicht defekte)Schaltung vorne aufs kleine Ritzel wechselt… den Gefallen tat sie mir genau in diesem Moment natürlich nicht, also hieß es unter größerer Anstrengung auf dem mittleren Ritzel die 15%ige Steigung am Schelmengraben zu bezwingen. Dennoch schaffte ich es ganz gut und konnte sogar den ein oder anderen noch dabei überholen.

Radrunde am Schelmengraben
Regensburger Triathlon-Radrunde (hier am Schelmengraben)
Regensburger Triathlon-Radrunde (hier am Schelmengraben)
Regensburger Triathlon-Radrunde (hier am Schelmengraben)

Die zweite Hälfte der Radrunde lief etwas entspannter ab, jedoch bemerkte ich auf der Abfahrt, dass ab ca. 50 kmh kein beschleunigendes Mittreten mehr mit meiner Schaltung möglich war.

Nach 47 Minuten kam ich wieder in der Wechselzone an und musste feststellen, dass mein Stellplatz schon zugeparkt war. Es kostete mich etwa 30 Sekunden Platz zu schaffen um mein Rad auch wieder mit dem Sattel an die Stange hängen zu können.

Nun schnell raus aus den Radschuhen und rein in die Laufschuhe. Helm runter, Lauf-Cap auf und Nummer nach vorne. Schließlich wollten noch 5 km gelaufen werden. Es war mittlerweile schon ziemlich warm ca. 30 Grad (um ca. 10:30 Uhr) und ich bemitleidete ein wenig die Starter auf den längeren Distanzen.

Die Laufrunde (5 km)

Hendrik auf der Laufstrecke
Hendrik auf der Laufstrecke

Die Laufrunde verlief vom Dultplatz zum Grießer Spitz, dann zur steinernen Brücke und ein Stückchen weiter zum Wendepunkt und wieder zurück. Die Stimmung an der Strecke war gut. Die anfeuernden Rufe halfen tatsächlich, das Tempo zu halten. Danke hier auch an das Stimmungsnest von Cityfitness-Regensburg mit der Portion ExtraPower 🙂

Es gab mehrere Wasserschlauchduschen und eine Verpflegungsstation mit Wasser, isotonischen Getränken, Bananen und nassen Schwämmen die auf der 5er-Runde 2 x durchlaufen wurde.

Knapp 25 Minuten brauchte ich für die 5km – ein neuer persönlicher Rekord. Nach insgesamt 90 Minuten hatte ich meinen ersten Triathlon geschafft.

im Ziel
im Ziel

Und das war ich dann auch erstmal… etwas geschafft. Aber es hat dennoch seltsamer Weise Spass gemacht, schon verrückt… irgendwie. 😉

Von den 247 Startern(Herren) belegte ich immerhin noch Platz 215

Hier noch ein Bericht dazu von TVA einem regionalen Regensburger Fernsehsender:

https://www.tvaktuell.com/mediathek/video/regensburg-triathlon-bei-tropischen-temperaturen-2/

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